Hashtags für alle – Wie Prokon die RWE Kampagne #restart für sich nutzt

Diese #hashtags. Sie verdrängen langsam aber ziemlich sicher die URL aus der deutschsprachigen Kommunikation. Sie sind multichannel fähig, wirken (noch) frisch und „auf Augenhöhe“. Hashtags sind ja zunächst demokratisch. Denn: jeder kann sie nutzen. Und genau dieser Umstand eröffnet neue Möglichkeiten zum Umgang mit (fremden) Kampagnen.

Eigentlich ist das sogenannte „Kampagnen-Highjacking“ negativ besetzt. Es geht schließlich darum, eine Kampagne zu kapern und den Werbetreibenden vorzuführen. Eines der ersten und bekanntesten Beispiele dafür ist #McDStories, der von Tierschutzorganisationen und Konsumenten zu allerlei ekligen Geschichten rund um das Fast Food verwendet wurde.

 

Aber ehrlich gesagt: „Negativ ist total out.“

Vor einiger Zeit startete die Kampagne project-restart.org. Eine emotionale Teaser-Kampagne der RWE zum Wechsel zu Innogy mit der Frage … „Was würdest du tun, wenn du noch einmal neu anfangen könntest?“ und eben dem Hashtag #restart. Inhalt der Kampagne zum Start: authentischen Filme von mehreren Prominenten, die über einen Neuanfang berichten.

Hier entsteht die Chance. Der Hashtag #restart sammelt die Kommunikation der RWE Kampagne zusammen – mit einer anzunehmenden signifikanten Media-Unterstützung. Das sichert jedem, der den Hashtag in einem sinnvollen Kontext ebenfalls verwendet gewisse Aufmerksamkeit.

Aber ehrlich gesagt: „Negativ ist total out.“

Prokon nutzt den Hashtag sehr sympathisch. Indem Prokon ganz einfach dem Aufruf von RWE folgt und ein Video mit Neustart-Geschichte erstellt. Nicht mit einer Antihaltung, sondern mit Ehrlichkeit und Offenheit. Denn Prokon hat in der Vergangenheit Fehler gemacht, dabei Menschen enttäuscht und eine Insolvenz überstanden. Der Neustart: Prokon ist jetzt eine Genossenschaft, gehört den Mitgliedern. Das Ziel ist geblieben: Eine Zukunft, in der regenerative Energien den Antrieb der Welt leisten.

TL;DR: Aufmerksamkeit mit „Kampagnen-Highjacking“ auf eine positive Art.

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